Stadtrat Thomas Eckereder: 100 Tage in der neuen Legislatur

Die Tage werden kürzer und die Nächte kühler – definitiv Herbstzeit. Bereits sind wieder 100 Tage vergangen seitdem Legislatur-Start des Stadtrats von Wallisellen vom 1. Juli 2026. Nach 8 Jahren im Ressort Sicherheit hat dies auch für mich persönlich zu einem Wechsel in das Ressort Hochbau und Planung geführt. Nachdem ich die letzten 8 Jahre bereits in der Kommission für Baubewilligungen tätig war und auch die letzten Jahre die neue Bau- und Zonenordnung (BZO) in der Arbeitsgruppe eng begleitet hatte, war es daher naheliegend das ich als bestehender Stadtrat, mit diesem Erfahrungsschatz, dieses für die Entwicklung von Wallisellen so zentrale Ressort übernehme und weiterführe darf. Von der einen spannenden Aufgabe also in die Nächste.

Ressort Bevölkerung und Sicherheit gut aufgestellt.
Mit gutem Gewissen habe ich die Geschicke des Ressort Bevölkerung und Sicherheit in die Hände des neuen Stadtratskollegen Fabio Cappelli legen können. Es wurde gemeinsam mit der Abteilung viele erreicht, als Meilenstein und Legislatur Ziel z.B. der behördenverbindliche kommunale Richtplan Verkehr mit der anschliessenden flächendeckenden Umsetzung von Tempo 30 in den Quartieren von Wallisellen. Dies mit aus meiner Sicht sehr tiefen Umsetzungskosten von rund 100`000 CHF. Dieser Plan, welche die Gemeindeversammlung im Juni 2022 mit grosser Mehrheit angenommen hat, bildet in den nächsten Jahren die Grundlage für eine gute und vernünftige Verkehrsplanung in Wallisellen. Weitere wichtige Themen waren Stadtpolizei, Stützpunktfeuerwehr und Zivilschutz mit den nötigen personellen und finanziellen Mitteln auszurüsten. So das Wallisellen jederzeit bei Notfällen handlungsfähig ist. Aber es gab auch Themen, wo ich schneller eine Lösung hätte präsentieren wollen, da ich gemerkt habe, dass dieses Thema die Bevölkerung bewegt. Zum Beispiel bei der Thematik öffentliche E-Trottinet Regulierung und neues Angebot. Aber da die Vorarbeiten dazu sehr umfangreich und intensiv waren, konnten diese noch nicht abgeschlossen werden. Manchmal muss man auch auf die bestehenden Personalressourcen Rücksicht nehmen und einem Thema mehr Zeit einräumen. Danke an die Abteilung Bevölkerung und Sicherheit für 8 Jahre konstruktive Zusammenarbeit. Es war für mich eine ausserordentlich spannende und lehrreiche Zeit.
Start im Ressort Hochbau und Planung:
Zuerst ging es darum die handelnden Personen des neuen Ressorts kennen zu lernen. Viele gute und motivierte Mitarbeitende. Da hatte ich den Vorteil, dass ich viele Gesichter aus meiner bisherigen Kommissionstätigkeit bereits kannte. Der ehemalige Ressortvorsteher Jürg Niederhauser hat mir bei der Ressortübergabe, die nötige Zeit geschenkt. Vielen Dank. Ebenso konnten wir auch die Vakanzen im Stellenplan der Abteilung zum 3. Quartal 2026 hin schliessen und somit wieder maximale Leistungsfähigkeit in der Hochbau-Abteilung anbieten. Die Arbeiten bei Baubewilligungen und in der Raumplanung sind hoch, es gilt genügend Ressourcen zu planen. Viele neue und spannende Projekte sind in der Entstehung. Aber auch den Entscheid der Stimmbevölkerung, mehr bezahlbaren Wohnraum in Wallisellen zu schaffen, gilt es jetzt umzusetzen. Ausserdem war es dem Stadtpräsidenten und mir war auch wichtig, die wichtigsten Immobilienvertreter, Entwickler und sonstige wichtige Partner für den Hochbau und die Planung für Wallisellen auch persönlich bei einem Mittagessen kennen zu lernen. Dies ist aus meiner Sicht die Basis für eine zukünftige, gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem privaten Sektor. Es gilt Wallisellen qualitativ im Hochbau weiterzuentwickeln. Dabei ist mir wichtig die Bewilligungs-prozesse so schlank und effizient wie möglich zu gestalten. Der Bau der Notunterkünfte an der Alten Winterthurerstrasse, der Umbau und die Erweiterung des Kindergarten Rieden unter strengen Denkmalschutz-Vorgaben, sowie der Neubau des Alpenschulhauses Trakt C. sind die aktuellen eigenen Bauprojekte der Stadt Wallisellen.
Neue Führung, neue Zusammenarbeit, neue Gruppen-Dynamik:
Auch der Gesamtstadtrat hat mit den Erneuerungswahlen vom Frühling 2026, Änderungen erfahren. Drei von sieben Mitglieder sind neu und vor allem hat der Stadtpräsident gewechselt. Somit ergibt sich automatisch eine neue Gruppendynamik. Das empfinde ich als sehr gut und bereichernd. Weiterhin wird konstruktiv diskutiert und debattiert, zum Wohle von Wallisellen und nach den Sitzungen bei einem Kaltgetränk reflektiert. Der neue Stadtpräsident Adrian Bangerter führt das Gremium dabei so gut, wie wenn er es schon lange machen würde.
Aufgabe die ans Herz geht
Eine weitere Aufgabe als Stadtrat hat mich aber emotional am meisten bewegt. Ich durfte als Vertreter der Stadt Wallisellen und als Verwaltungsratsmitglied im Pflegezentrum Rotacher Einsitz nehmen. Als interkommunale Anstalt ist je ein politischer Vertreter der Gemeinden Dietlikon, Wangen-Brüttisellen und Wallisellen im Gremium vertreten, hinzu kommen zwei unabhängige Vertreter ein Arzt und neu ein Baufachmann, da in den nächsten 5-10 Jahren ein Neubau ansteht. Somit konnte ich auch, im stark wandelnden Gesundheitswesen, viel lernen und Erfahrungen sammeln. Ich bin tief beeindruckt von der Arbeit, welche im Pflegezentrum Rotacher tagtäglich geleistet wird. Stolz bin ich darauf, dass mich nach 4 Jahren als Verwaltungsrat, das Gremium und die Trägergemeinden als Verwaltungsratspräsident vorgeschlagen und gewählt haben.
Wallisellen ist insgesamt gut aufgestellt und steht mit gesunden Finanzen da, jedoch bleibt gerade die bauliche Entwicklung und der Investitionsbedarf nicht stehen. Herausforderungen, die zu lösen sind. Ich bin motiviert auch die nächsten 4 Jahre dies aktiv mitgestalten zu können.
Stadtrat Thomas Eckereder









Lieber Thomas, herzliche Gratulation zu deinen ersten 100 Tagen im neuen Ressort! Vielen Dank für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und für deine wertschätzenden Worte. Mit deiner Erfahrung und deinem Engagement leistest du einen wichtigen Beitrag für Wallisellen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dir und dem ganzen Stadtrat weiterhin viel für unsere Stadt zu bewegen! LG, Adrian